Produktübersicht
Der LJZ-φ65 / φ75 / φ110 / φ150 Nullstrom-Wandler-Baureihe ist eine innen aufgestellte, gießharzisolierte Stromwandler-Baureihe, die zur Erkennung von Kabel-Erdfehlern und zum Erdungsschutz konzipiert wurde. Die Produkte werden in Kleinstrom-Erdungssystemen mit einer Nennfrequenz von 50 Hz oder 60 Hz und einer Nennspannung bis zu 35 kV eingesetzt. Der Hauptunterschied zwischen den Modellen liegt im Kabelfensterdurchmesser, der entsprechend dem Außendurchmesser des dreiphasigen Kabelbündels ausgewählt wird.
Diese Baureihe verwendet einen ringförmigen Eisenkern und Gießharzisolierung. Während des Betriebs führt das dreiphasige Kabel durch das zentrale Fenster des Wandlers. Unter normalen Bedingungen ist die vektorielle Summe der dreiphasigen Ströme nahezu null. Tritt ein einphasiger Erdschluss auf, entsteht ein Nullstrom, und der Wandler gibt ein Signal an das zugehörige Erdfehlerrelais ab. Das im Katalog angegebene Referenzrelais ist DD-11/60.
Produkttyp
| Position | Spezifikation |
|---|---|
| Produktname | Gießharzisolierter Nullstrom-Wandler |
| Modellreihe | LJZ-φ65 / LJZ-φ75 / LJZ-φ110 / LJZ-φ150 |
| Produktstruktur | Innen aufgestellter ringförmiger Kern, gießharzisolierter Nullstrom-Wandler |
| Mögliche Fensterdurchmesser | φ65 mm, φ75 mm, φ110 mm, φ150 mm |
| Anwendung bei Nennspannung | Innenaufstellung für Kabel-Erdungsschutzsysteme bis 35 kV |
| Nennfrequenz | 50 Hz / 60 Hz |
| Referenz für Relaisanpassung | Erdfehlerrelais DD-11/60 |
| Installationsort | Innenraum |
| Typische Anwendungen | Erdfehlererkennung, Erdungsschutz, Reststromüberwachung, Motorspeisungs-Schutz, Kabelleitungsschutz |
Produktansicht

Hauptanwendungen
- Erdfehlerschutz für innen verlegte Kabelspeisungen
- Kleinstrom-Erdungssysteme bis 35 kV
- Nicht wirksam geerdete Neutralpunktsysteme
- Erdungsschutz für Motorspeisungen und Generatorspeisungen
- Erkennung und Alarmierung bei einphasigen Erdschlüssen
- Reststromüberwachung für dreiphasige Kabel
- Mittelspannungsschaltanlagen, Schutzschränke und Kabelverteilungssysteme
Wesentliche technische Merkmale
- Eine Produktbaureihe mit mehreren Öffnungsgrößen: Die Modelle φ65, φ75, φ110 und φ150 werden entsprechend dem Kabelaßendurchmesser ausgewählt.
- Gießharzisolierte Bauweise: Der ringförmige Kern ist mit Gießharz umhüllt, um Isolation, mechanische Festigkeit und Zuverlässigkeit im Innenbereich zu gewährleisten.
- Nullstrom-Erkennung: Erkennt den Reststrom, der bei Phasenstrom-Unsymmetrie infolge von Kabelerdschlüssen entsteht.
- Ausgangssignal für Relaisschutz: Konzipiert für den Eingang eines Erdfehlerrelais; Referenzrelais gemäß Katalog: DD-11/60.
- Optionaler Anschluss eines Kompensationskondensators: Einige Ausführungen unterstützen den Anschluss mit oder ohne Kompensationskondensator je nach Anforderungen an die Schutzempfindlichkeit.
- Feste Innenmontage: Kompakte Fußmontagestruktur zur Installation innerhalb von Schaltanlagen, Kabelräumen oder Schutzfeldern.
Funktionsprinzip
Der LJZ-Nullstrom-Wandler misst die vektorielle Summe der Ströme des dreiphasigen Kabels. Im Normalbetrieb ist die Summe der Phasenströme nahezu null, und der Sekundärausgang ist sehr klein. Bei Isolationsversagen oder einem einphasigen Erdschluss fließt ein Nullstrom durch das Kabelsystem, und die Sekundärwicklung des Wandlers gibt ein Signal an das Erdfehlerrelais ab.
Die primäre Isolation wird vom Kabel selbst bereitgestellt. Der Wandler prüft hauptsächlich die Isolationsleistung der Sekundärwicklung. Gemäß der Katalogbeschreibung kann die Sekundärwicklung eine 3-kV-Netzfrequenz-Prüfspannung gegen Erde aushalten.
Modellbezeichnung

Die Modellkennung lässt sich wie folgt interpretieren:
| Kennung | Bedeutung |
|---|---|
| L | Stromwandler |
| J | Für Erdungs-/Erdungsschutz |
| Z | Gießharzisolierte Bauweise |
| φ65 / φ75 / φ110 / φ150 | Nenninnerdurchmesser / maximale Kabelöffnungsgröße |
Technische Daten
| Position | Spezifikation |
|---|---|
| Modellreihe | LJZ-φ65, LJZ-φ75, LJZ-φ110, LJZ-φ150 |
| Anwendungsspannung | Innenaufgestellte Kabelsysteme bis 35 kV |
| Nennfrequenz | 50 Hz / 60 Hz |
| Isolationsaufbau | Gießharzisolierter ringförmiger Kern |
| Prüfspannung der Sekundärwicklung | 3 kV Netzfrequenz-Prüfspannung gegen Erde |
| Referenz für Relaisanpassung | Erdfehlerrelais DD-11/60 |
| Installationsort | Innenraum |
| Anwendung | Kabel-Erdfehlererkennung und Erdungsschutz |
Modellöffnung und Anwendungsreferenz
| Modell | Nenn- Fenster- durchmesser |
Typischer Kabel- auswahlzweck |
Bauform- beschreibung |
Montage- hinweis |
|---|---|---|---|---|
| LJZ-φ65 | φ65 mm | Erdungsschutz für kleine Kabel- oder Motorspeisungen | Kompakte gießharzisolierte Ringstruktur | Auswahl, wenn das dreiphasige Kabelbündel durch ein 65-mm-Fenster passt |
| LJZ-φ75 | φ75 mm | Erdungsschutz für mittlere Kabelspeisungen | Gießharzisolierte Ringstruktur mit kompaktem Sockel | Auswahl, wenn der Kabelbündeldurchmesser ein 75-mm-Fenster erfordert |
| LJZ-φ110 | φ110 mm | Erdungsschutz für größere Kabelspeisungen | Gießharzisolierte Ringstruktur mit größerer Kabelöffnung | Auswahl, wenn der Kabelbündeldurchmesser ein 110-mm-Fenster erfordert |
| LJZ-φ150 | φ150 mm | Anwendung bei großen Kabelspeisungen oder Leitungen mit größerem Querschnitt | Großöffnige gießharzisolierte Ringstruktur | Auswahl, wenn der Kabelbündeldurchmesser ein 150-mm-Fenster erfordert |
Relaisanpassung und Empfindlichkeitsreferenz
| Modell | Relais- typ |
Relais- spulen- anschluss |
Relais- skalen- einstellung |
Primärer Null- sequenz- strom |
Nenn- strom- übersetzung |
|---|---|---|---|---|---|
| LJZ-φ65 | DD-11/60 | Seriell / Parallel, mit oder ohne Kompensationskondensator je nach Klemmenanschluss | 15×1, 30×1, 15×2, 30×2 je nach Verdrahtungsart | 1–3 A, 2–4 A oder 3–6 A je nach Verdrahtungsart | Abhängig von Relais- und Verdrahtungskonfiguration |
| LJZ-φ75 | DD-11/60 | Seriell / Parallel | 15×1 / 15×2 | 2–5 A | 50/1 A |
| LJZ-φ110 | DD-11/60 | Seriell / Parallel | 30×1 / 15×2 | 1–3 A | 20/1 A |
| LJZ-φ150 | DD-11/60 | Seriell / Parallel, je nach Projekt-Schutzkonzept | Bestätigt durch Relaiseinstellung und Schutzkonzept | Bestätigt durch technische Vereinbarung | Bestätigt durch technische Vereinbarung |
Hinweis: Die Schutzempfindlichkeit hängt vom Relaistyp, der Spulenanschlussart, dem Anschluss des Kompensationskondensators, dem Leitungswiderstand und den Inbetriebnahmeeinstellungen ab. Endgültige Werte sind gemäß Relaisbedienungsanleitung und Projekt-Schutzkonzept zu bestätigen.
Kompensationskondensator und Verdrahtungsreferenz
| Anschlussart | Klemmen- referenz |
Typische Verwendung |
Bemerkung |
|---|---|---|---|
| Ohne Kompensationskondensator | S1 / S2 oder a / x gemäß Modell-Klemmenbezeichnung | Standardanschluss für Erdfehlerrelais | Verwendung, wenn das Schutzkonzept keinen Kompensationskondensator erfordert |
| Mit Kompensationskondensator | S1 / S3 oder a / x gemäß Modell-Klemmenbezeichnung | Schutzschaltung mit verbesserter Empfindlichkeit | Verwendung, wenn Relais und Schutzkonzept den Anschluss eines Kompensationskondensators erfordern |
Betriebsbedingungen
- Installationsort: Innenraum
- Anwendbares System: Kleinstrom-Erdungssystem bis 35 kV
- Nennfrequenz: 50 Hz / 60 Hz
- Das dreiphasige Kabelbündel muss gemeinsam durch das Wandlerfenster geführt werden.
- Kabelmantel, Erdleiter und Kompensationskondensator sind entsprechend dem gewählten Schutzkonzept anzuschließen.
- Die Installationsumgebung darf keine starken Vibrationen, korrosiven Gase, hohe Feuchtigkeit, leitenden Staub oder starke Verschmutzung aufweisen.
- Bei speziellen Anforderungen an Kabeldurchmesser, Relaiseinstellung, Kompensationskondensatoranschluss oder Schutzempfindlichkeit wird vor der Bestellung eine technische Abstimmung empfohlen.
Normen und Konformität
Die LJZ-Nullstrom-Wandler-Baureihe ist für Anwendungen im Bereich des Erdfehlerschutzes und der Reststromerkennung im Innenbereich konzipiert. Die primäre Isolation wird vom Kabel bereitgestellt, und die Isolation der Sekundärwicklung kann gemäß Produktbeschreibung eine 3-kV-Netzfrequenz-Prüfspannung gegen Erde aushalten. Endgültige Prüfanforderungen, Relaisanpassung, Schutzempfindlichkeit und Verdrahtungsmethode sind gemäß Projekt-Schutzkonzept und geltenden elektrotechnischen Installationsvorschriften zu bestätigen.
Installation und Abmessungen

Die LJZ-Baureihe verwendet einen gießharzisolierten ringförmigen Kern und eine feste Sockelstruktur. Das Kabel führt durch die zentrale Öffnung des Wandlers. Bei der Installation müssen alle drei Phasenleiter gemeinsam in gleicher Richtung durch dasselbe Fenster geführt werden. Die gewählte Öffnung muss ausreichend Platz für das Kabelbündel bieten, ohne das Kabel übermäßig zu biegen oder zu belasten.
Referenz für Gesamtabmessungen
| Modell | Fenster- durchmesser |
Gesamt- / Montage- referenz |
Befestigungs- bohrung |
Bemerkung |
|---|---|---|---|---|
| LJZ-φ65 | φ65 mm | Kompakter Gießharzkörper; Montageabmessungen gemäß Zeichnung | 4 Befestigungslöcher gemäß Zeichnung | Endgültige Außenkonturzeichnung vor Schranklayout bestätigen |
| LJZ-φ75 | φ75 mm | Ca. 165 mm Höhe, 110 mm Sockelbreite, 48 mm Gehäusetiefe gemäß Katalogreferenz | Befestigungsnut / -loch gemäß Zeichnung | Endgültige Abmessungen gemäß genehmigter Zeichnung |
| LJZ-φ110 | φ110 mm | Ca. 265 mm Höhe, 250 mm Sockellänge, 120 mm Sockelbreite gemäß Katalogreferenz | 4-φ14 gemäß Zeichnung | Endgültige Abmessungen gemäß genehmigter Zeichnung |
| LJZ-φ150 | φ150 mm | Großöffnige Struktur; Abmessungen gemäß ausgewählter Zeichnung | Gemäß endgültiger Zeichnung | Vor Produktion oder Schrankkonstruktion bestätigen |
Einheit: mm. Endgültige Abmessungen, Befestigungslöcher, Klemmenpositionen und Gehäusetiefe sind der genehmigten Außenkonturzeichnung zu entnehmen.
Anschluss- und Verdrahtungshinweise

- Alle drei Phasenleiter müssen gemeinsam in gleicher Richtung durch das Wandlerfenster geführt werden.
- Vor der Verdrahtung prüfen, ob das Schutzkonzept den Anschluss eines Kompensationskondensators vorsieht.
- Relaisspulenanschlüsse entsprechend Relaisverdrahtungsplan und Wandler-Klemmenbezeichnung anschließen.
- Vor der Inbetriebnahme Relaisskaleneinstellung, Leitungswiderstand, primären Nullsequenzstrom und Empfindlichkeit prüfen.
- Sekundärverdrahtung zuverlässig halten und lockere Klemmenkontakte während des Schutzbetriebs vermeiden.
- Die Inbetriebnahme muss Isolationsprüfung, Verdrahtungsprüfung und Funktionsprüfung des Schutzes umfassen.
Installations- und Sicherheitshinweise
- Vor der Installation Modell, Öffnungsgröße, Kabelaßendurchmesser, Relaistyp, Verdrahtungsart und Schutzempfindlichkeit bestätigen.
- Eine Öffnung wählen, die das Kabelbündel ohne mechanische Belastung durch das Fenster führen lässt.
- Den Wandler sicher am Sockel oder Feld mittels Befestigungslöcher fixieren.
- Das Kabel möglichst zentriert im ringförmigen Fenster positionieren.
- Vor der Inbetriebnahme Sekundärklemmen, Relaisverdrahtung, Kompensationskondensatoranschluss und Erdung prüfen.
- Installation und Wartung dürfen nur durch qualifiziertes Elektropersonal durchgeführt werden.
Bestellinformationen
Bitte geben Sie bei Bestellung oder Anfrage folgende Informationen an:
- Produktmodell: LJZ-φ65, LJZ-φ75, LJZ-φ110 oder LJZ-φ150
- Maximaler Außendurchmesser des dreiphasigen Kabelbündels
- Nennsystemspannung und Nennfrequenz
- Relaistyp, z. B. DD-11/60, oder Relaiseingangsspezifikation
- Erforderlicher primärer Nullsequenzstromwert und Schutzempfindlichkeit
- Verdrahtungsart: mit oder ohne Kompensationskondensator
- Installationsmenge und Anwendung in Schaltanlage / Kabelspeisung
- Besondere Anforderungen an Klemmenbezeichnung, Zeichnungen, Prüfdokumente, Zertifikate oder Verpackung
Auswahlrichtlinien
- Kabelaßendurchmesser bestätigen: φ65, φ75, φ110 oder φ150 entsprechend dem maximalen Außendurchmesser des dreiphasigen Kabelbündels auswählen.
- Erdungssystem bestätigen: Die LJZ-Baureihe für Kleinstrom-Erdungssysteme verwenden, die eine Erdfehlererkennung erfordern.
- Relaisanpassung bestätigen: Relaisspulenanschluss und Skaleneinstellung entsprechend Relais DD-11/60 oder dem spezifizierten Relais wählen.
- Kompensationsanforderung bestätigen: Mit oder ohne Kompensationskondensatoranschluss entsprechend dem Schutzkonzept wählen.
- Empfindlichkeit bestätigen: Prüfen, ob die Einstellung des primären Nullsequenzstroms die geforderte Schutzempfindlichkeit erfüllt.
- Einbauraum bestätigen: Öffnungsgröße, Gehäuseabmessungen, Befestigungslöcher und Kabelbiegeradius vor Schranklayout prüfen.